Über
Joshua Gutowski ist ein Künstler und Philosoph, der an der
Schnittstelle von Phänomenologie, materieller Kultur und der
Philosophie der Repräsentation arbeitet. In seiner künstlerischen
Praxis untersucht er, wie sich Dinge offenbaren; wie Präsenz,
Lebendigkeit und Bedeutung nicht als Eigenschaften von Objekten
entstehen, sondern durch die Begegnung zwischen einem Objekt und der
Welt, die es geprägt hat.
Seine Arbeit bewegt sich zwischen Klang, Drucktechnologien, konstruierten
Objekten und computergestützten Medien und setzt sich direkt mit Museen,
historischen Sammlungen und religiösen Räumen als Orte auseinander, an
denen diese Fragen lebendig werden. Ein wiederkehrendes Anliegen in seiner
Praxis ist die Frage, was bei der Übersetzung von Dingen in verschiedene
Repräsentationsformen, wie Archivfotografie, digitale Modelle, KI-generierte
Bilder oder handgefertigte Objekte, verloren geht und was bestehen bleibt.
Derzeit absolviert er sein Diplomstudium an der Kunsthochschule für Medien
Köln (KHM), wo sich seine Praxis in engem Dialog mit der kontinentalen
Philosophie, insbesondere der Ontologie von Martin Heidegger, entwickelt
hat. 2017 erhielt er den Sue Gould Art Award. Seine Arbeiten wurden unter
anderem im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, im Kunstverein für
den Rhein-Sieg-Kreis in Siegburg und in der Trinitatiskirche in Köln gezeigt.
Vita
2019 –
- Diplomstudium, Kunsthochschule für Medien Köln, Köln, Deutschland
Ausstellungen
2022
- KHM Open 2022, Kunsthochschule für Medien Köln, Köln, Deutschland
- next_generation 9.0, ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Deutschland
- Waving, Kunstverein für den Rhein-Sieg-Kreis e.V., Siegburg, Deutschland
2020
- Vom Ludwig zur Trinitatiskirche, Trinitatiskirche, Köln, Deutschland
- Minimal, Case – Projektraum der Fotografie, Köln, Deutschland
Preise
2017
- Sue Gould Art Award, Adelaide, Australien